Jul 5 2010
Internet-Strategie: warum jede Firma eine braucht!
Mehr Kreativität, bessere Motivation und höhere Produktivität für Ihre Firma
In den meisten Firmen ist alles, was mit Internet zu tun hat, die Sache eines kleinen, spezialisierten Teams. Diese Lösung genügt heute aber nicht mehr, weil e-Business zunehmend zum Träger der Innovation in der Firma und zu einem nicht mehr wegzudenkenden Teil aller Prozesse wird.
Die bewusste, formelle Entwicklung einer firmeneigenen Internet-Strategie unter Einbezug von Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen wird zu innovativen, kundenorientierten Lösungen führen und Umsatz- und Produktivitätsgewinne generieren, die den Nutzen des alleinigen Internet-Umsatzes bei weitem übersteigen.
Der Einbezug der Mitarbeiter in den kreativen Prozess wird motivationsfördernd wirken und alle Kräfte in der Firma auf das gleiche Ziel konzentrieren.
Als Faustregel gilt: Neuentwicklungen sollten nur in Angriff genommen werden, wenn der interne Nutzen (Produktivität oder Umsatzsteigerung über den klassischen Verkauf) die Kosten übersteigt und der reine Internet-Umsatz als Zusatzgewinn, als “Bonus” gesehen werden kann.
Die e-Commerce Funktion kann die Rolle eines Katalysators zur Steigerung der Motivation, der Kreativität und der Produktivität jeder Firma darstellen.
e-Commerce Hype?
Neue Business-Models, sogenannte “Killer Applikationen”, revolutionäre Konzepte, Endverbraucher „Empowerment“… Jeden Tag werden uns im Zusammenhang mit dem World-wide-Web neue Schlagwörter an den Kopf geschmissen. Aber meistens stehen diese Konzepte im Zusammenhang mit Start-up Firmen, Nischenplayern oder globalen Firmen. Was ist mit e-Business für mittelgrosse, gut etablierte Betriebe? Worauf sollte die Geschäftsführung achten wenn sie sich überlegt, welche Rolle das Internet in ihrer Geschäftsstrategie spielen soll?
Die Grenzen des klassischen Lösungsansatzes
Die meisten Firmen sind auf dem Internet zu finden aber die wenigsten haben eine wirkliche Internet-Strategie.
Meistens wurde die Initiative, sich mit dem Internet auseinanderzusetzen, ursprünglich vom Marketing oder der Informatik ergriffen. Diese “Pioniere” sind anfänglich hoch motiviert und schaffen es oft, Kollegen und Vorgesetzte zu überzeugen, die für ihre Vorhaben nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Aber sie tragen oft die Alleinverantwortung für die Umsetzung und können sich mittelfristig demotivieren, weil sie das Gefühl haben, dass andere Abteilungen sich nicht in das Projekt involvieren und die Verantwortung für einen gewissen Mangel an Erfolg ihnen ganz allein in die Schuhe geschoben wird. Zudem können sie es meistens nicht ganz vermeiden, durch die Interessen und Visionen der eigenen Abteilung beeinflusst zu sein und könnten unabsichtlich nicht alle Interessen der Firma berücksichtigen oder ihren Kollegen gar nicht genügend Zeit geben, um ihr Projekt zu verstehen und zu integrieren.
Typische Konsequenzen einer solchen Situation sind:
- Schwierigkeiten, um immer aktuelle Daten auf dem Internet zu publizieren
- Suboptimale Integration von e-Business Prozessen in die “klassischen” Abläufe. Das Internet-Team als Insel in der Firma
- Zusatzarbeiten machen die erreichten Produktivitätsgewinne zunichte (z.B. zwei Kataloge statt einer: einer für das Internet und ein gedruckter)
- Zu viele Funktionen und Möglichkeiten, die den Benutzer verwirren und ihn davon abhalten, die angebotenen Systeme zu nutzen
- Neue, oft noch mit Kinderkrankheiten behaftete Technologien welche zu Systemunterbrüchen führen können
- Hohe Kosten die schwer messbarem Nutzen gegenüberstehen
- Mitarbeiter, die e-Business al seine Bedrohung wahrnehmen und dagegen statt dafür arbeiten
- Usw.…
Welche Prozesse sollten bei der Erarbeitung der Internet-Strategie berücksichtigt werden?
Ursprünglich diente das Internet hauptsächlich als Informationskanal um Waren oder Dienstleistungen vorzustellen; heutzutage aber sind Web-Applikationen immer öfter Teil aller wesentlichen Unternehmensfunktionen:
- Marketing: Einweg-Kommunikation hat sich immer mehr in Richtung Interaktivität mit dem Kunden entwickelt, was das Internet nicht nur zu einer sehr wichtigen Informationsquelle bezüglich Kundenverhalten gemacht hat, sondern dem Unternehmen auch noch die Möglichkeit gibt, dem Konsumenten individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmte Lösungen anzubieten (Mass-Customisation)
- Verkauf: ausgehend von der Kommunikation war der nächste logische Schritt das Angebot von Produkten und Dienstleistungen über das Netz, mit dem Ziel Umsatz und Produktivität zu steigern
- Logistik: den Kunden permanent über den Verbleib der von ihm bestellten Waren informiert zu halten und Rüstscheine direkt auf Basis von Internet-Bestellungen zu generieren ist zur Selbstverständlichkeit geworden
- Einkauf: EDI, Sourcing- und Angebotseingabeplattformen. Das Internet als Werkzeug um neue Lieferanten zu finden
- Human Resources: um breiter zu kommunizieren, Bewerbungen zu bearbeiten, eine Kandidatendatenbank aufzubauen, Mitarbeiter zu schulen
- Finanzen: den Kunden die Möglichkeit geben, auf ihr Konto zuzugreifen, um Online Bonitätsprüfungen zu machen, den Zahlungsverkehr zu bewältigen
Und:
- Partnerschaften: die eigene Dienstleistung dank Schnittstellen mit komplementären Anbietern ergänzen
- Interner Gebrauch: schnelleres Verbreiten von Informationen, bessere Verfügbarkeit der Verkaufsunterlagen, Online Verbindungen mit Lieferanten, für Verfügbarkeitsinformation und schnellere Abwicklung von dringenden Bestellungen, Zugriff auf den Arbeitsplatz von überall auf der Welt, usw.
Kreativität und Produktivität gleichzeitig mit dem e-Umsatz steigern
Der zunehmende Einsatz von Standard ERP-Systemen wie SAP hat die Möglichkeit, Konkurrenzvorteile durch bessere Informatik zu erreichen, stark reduziert. Eine weitere Folge war eine Vereinheitlichung der Prozesse welche in einem gewissen Masse die Kreativität eingehemmt hat, oder besser gesagt, in Richtung e-Commerce verdrängt hat. Im Internet sind noch nicht alle Applikationen standardisiert und es besteht nach wie vor die Möglichkeit durch eine gute e-Plattform wesentliche Konkurrenzvorteile zu gewinnen. Man kann beobachten, dass der klassische Innovationsprozess sich in vielen Firmen umgekehrt hat: statt den Mitarbeitern sind es neu die Kunden die zuerst den Zugriff auf neu entwickelte Benutzeroberflächen haben.
Wenn diese Kreativität sich nicht im Rahmen einer klar definierten Strategie ausdrückt, können die Resultate enttäuschend sein, weil Neuentwicklungen eventuell nicht den Unternehmenszielen entsprechen. Die bewusste, formelle Entwicklung einer firmeneigenen Internet-Strategie unter Einbezug von Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen wird zu innovativen, kundenorientierten Lösungen führen und Umsatz- und Produktivitätsgewinne generieren, die den Nutzen des alleinigen Internet-Umsatzes bei weitem übersteigen. Gleichzeitig wird auch die Motivation der Mitarbeiter steigen, weil sie sich am kreativen Prozess beteiligen können und schliesslich wird dieses Prozedere auch noch bewirken, dass alle am selben Strick ziehen.
Diese Übung der Strategieentwicklung ist auch deswegen von grösster Wichtigkeit, weil e-Business sich langsam in alle Aspekte unseres tun mit einbringt und gewissermassen immer als neue, zusätzliche Option zur Verfügung steht. Aus diesem Grunde ist es wesentlich, dass sich alle Unternehmensbereiche an der Steuerung der e-Business Funktion beteiligen.
Neuentwicklungen mit internem Nutzen finanzieren
Viele Beispiele zeigen, dass die Finanzierung des Aufbaus von e-Business Plattformen nur in den wenigsten Fällen über die eigentlichen e-Umsätze finanziert werden kann. Es braucht immer mehr Zeit, als man denkt! Deshalb sollte jede für den Kunden bestimmte Funktionalität auch intern genutzt werden und nicht zwei Mal programmiert werden: schliesslich kann ein Ablauf der so gestaltet wurde, dass der Kunde ihn sofort verstehen und benutzen kann, nur effizient sein und sollte demzufolge auch intern von Nutzen sein! Als Faustregel gilt: Neuentwicklungen sollten nur in Angriff genommen werden, wenn der interne Nutzen (Produktivität oder Umsatzsteigerung über den klassischen Verkauf) die Kosten übersteigt und der reine Internet-Umsatz als Zusatzgewinn, als “Bonus” gesehen werden kann. Ein weiterer Effekt dieses gleichzeitigen internen und externen Gebrauch ist, dass Kunden und Mitarbeiter dieselbe Sprache sprechen werden.
Zusammenfassung
Jede Firma sollte eine Internet-Strategie haben und bei deren Entwicklung auf folgende Punkte achten:
- Berücksichtigung aller Abteilungen/Prozesse
- Prozess vor Technologie stellen
- Systeme für den externen Gebrauch mit internem Nutzen finanzieren
- Höchste Benutzerfreundlichkeit, einfache und effiziente Prozesse anvisieren
- e-Commerce Plattformen in bestehende in-House Systeme integrieren und intern und extern dieselben Benutzeroberflächen nutzen
Dies wird zu besseren Lösungen und verstärkter Motivation, sowie Umsatz- und Produktivitätssteigerungen führen.
Wenn Sie mit uns über die Entwicklung einer Internet-Strategie für IHRE Firma sprechen wollen, so kontaktieren Sie ganz einfach Herrn Grégoire Depeursing



